Zufriedenheit

Wer kennt es nicht? Es gibt immer irgendwelche Wünsche, die wir noch haben. Wir bekommen den Hals nicht voll. Egal ob jung oder alt, egal ob Frau oder Mann, egal ob arm oder reich. Unserer Leben besteht eigentlich hauptsächlich daraus, unseren Träumen und Wünschen hinterher zu eifern und uns vor Augen zu halten, was wir noch erreichen wollen, bzw. was wir noch besitzen möchten . Der „Arme“ möchte ein Fahrrad, egal welche Marke, egal wie es aussieht – hauptsache es fährt. Dem „Reichen“ fehlt noch der schwarze Lamborghini, zwischem dem Ferrari und dem Hummer.


Ich möchte euch etwas von meiner Kindheit und etwas aus meinem Privatleben erzählen: Ich hab euch ja schon grob von meiner Kindheit berichtet. Ich möchte euch gerne von einen Abschnitt etwas genauer erzählen:

Es gab eine Zeit in meiner Kindheit, auf die ich gerne verzichtet hätte und alles andere als einfach war. Ich bin nicht, wie viele Andere in einer intakten Familie großgeworden. Meine Mutter und mein Vater trennten sich als ich 6 Jahre alt war, er hinterließ uns einen riesen Schuldenberg und was noch viel Schlimmer war – eine Mama die uns zwar über alles liebte, aber uns nie das bieten konnte, was sie gerne getan hätte. Sie gab uns immer ihr „letztes Hemd“ und wirklich jeder Pfennig (ohje bin ich alt 😉 ) ging für uns drauf. Sie gönnte sich selber nichts und versuchte immer das Beste aus der Situation zu machen. Was aber nicht einfach ist, alleine, mit 2 Kindern und Schulden. Nach und nach wurde sie sehr krank und flüchtete in die Welt des Internets. Und zwar soweit, dass sie das „reale“ Leben nicht mehr mitbekam. Es gab daher eine Zeit in meinem Leben, in der mein Bruder und ich auf uns alleine gestellt waren. Und wenn ich das schreibe, meine ich es genau so! Meine Mutter ging weder arbeiten, noch einkaufen. Sie machte keine Wäsche, putzte nicht und machte uns auch nichts zu Essen. Es war so, als wäre sie nicht mehr da, denn sie verbrach wirklich 24 Stunden vor dem PC ohne Schlaf! Das bedeutete für uns natürlich, dass wir irgendwie alleine klarkommen mussten. In diesem Alter denkt man nicht wirklich zukunftsorientiert, was für uns bedeutete, dass wir am Anfang des Monats das gesamte Geld ausgaben und uns Essen uns Co. kauften und spätestens am 15. des Monats Nichts mehr zu Essen hatten. Und auch mit Nichts meine ich NICHTS! Diese Umstände sorgten dafür, dass wir ungepflegt und unterernährt waren. Ich möchte das hier garnicht alles so genau schildern und hoffe einfach, dass ihr euch so schon ein Bild von der damaligen Situation machen könnt. Irgendwann fiel es sowohl in der Schule, als natürlich auch in der Familie auf, meiner Mutter wurde geholfen und es wurde sich um uns gekümmert. Als ich dann wieder zu meiner Mutter konnte, wir umzogen und einen Neuanfang starteten, versprach ich mir eins: „Ich möchte ein besseres Leben, als das zuvor und werde Alles in meinem Leben schätzen, da nichts selbstverständlich ist.“


Im Laufe meines Lebens tat ich alles dafür, um ein anderes Leben zu führen und alleine klarzukommen. Ich wollte unbedingt auf eigenen Beinen stehen. Mit 16 zog ich von zu Hause aus zu meinem damaligen Freund und genoss das andere Leben in vollen Zügen. Ich kaufte mir tonnenweise Klamotten, achtete sehr auf mein Äußeres, suchte mir eine Ausbildungsstelle, bei der ich mir, soweit das heutzutage möglich ist, sicher sein konnte später einen guten Verdienst zu haben – fest entschlossen, ein anderes Leben zu führen. Und ich muss sagen bisher klappte auch alles super. Ich hab noch so viel mehr, als ich mir damals je erträumt hätte, nur leider vergesse selbst ich manchmal, dass nichts selbstverständlich ist. Hätte mir damals jemand gesagt, dass ich einmal dieses Leben führen würde, hätte ich darauf geschworen, dass ich wunschlos glücklich bin. Doch das bin ich nicht. Es gibt immernoch jede Menge Wünsche die ich habe und ich möchte immer mehr und sehe viel zu oft die Dinge die mir noch fehlen und nicht die, die ich habe. Wozu ich auch schon dazu komme, warum ich euch das alles erzähle:


Ziele und Wünsche im Leben sind wichtig. Sie bringen uns nach vorne und spornen uns an etwas zu leisten.

Wir sollten aber niemals die Dankbarkeit für das verlieren, was wir schon besitzen. Es gibt so viele Menschen, die so viel weniger haben als wir und die uns um unsere Leben beneiden und sofort tauschen würden. Vergesst mal, dass ihr vielleicht nicht das neuste Auto, oder keine Louis Vuitton Handtaschensammlung habt. Ärgert euch nicht über die „rich-kids“ die in unseren Augen alles haben. Schaut euch nicht stundenlang die „Profibloggerinnen“ an, die tonnenweise Klamotten geschenkt bekommen oder die ganze Welt bereisen. Denn, wenn ich euch eins sagen kann, dann dass egal wie toll das Leben von außen aussieht – auch diese Menschen haben noch Wünsche die offen sind und sind nie zu 100% zufrieden.


Glück beudetet nicht ,Alles zu haben – denn: das werdet ihr nie! Glück bedeutet, das zu schätzen was man hat. Für den Einen ist das viel, für den Anderen wenig. Manche wünschen sich euer Leben, wieder Andere finden ihres besser. Es ist alles egal! Akzeptiert euer Leben wie es ist und freut euch über alles Positive was dazu kommt und trauert nicht dem hinterher, was vielleicht noch fehlt.

Der zufriedene Mensch, wenn auch arm, ist glücklich; der unzufriedene Mensch, wenn auch reich, ist traurig

In diesem Sinne – einen schönen Abend :*…

Wie immer freue ich mich über Feedback! 😉

#goblogger Event von gofeminin

Hallo ihr Lieben <3,

wie versprochen berichte ich euch hier noch genauer von dem #goblogger Event von gofeminin.


Vorab: das hier soll weder Werbung für Firmen die anwesend waren, noch für gofeminin selber werden! Ich möchte euch meine ehrliche Meinung mitteilen und hoffe euch ein Stück auf das Event mitnehmen zu können :-).


Zunächst mal ein paar allgemeine Informationen zum Event: Das Event fand am 20.02.2016 im WhiteLoft Studio in Düsseldorf statt. Eingeladen wurden alle Bloggerinnen des gofeminin – Blogger Club und einige Firmen wie Clinique, Origins, Alessandro und Tweezerman. Es begann um 14 Uhr und endete um              18 Uhr. Da es vorab nicht so viele Informationen über Ablauf und Co. gab, ging wir alle etwas unwissend, aber dadurch auch voreinangenommen an die Sache heran.


Bevor ich euch direkt von dem Event berichte, möchte ich euch erstmal von den Tagen zuvor berichten, da diese irgendwie auch dazu gehörten und den Ablauf des Events beeinflussten – beginnend mit der Einladung: Nachdem ich schon per Mail gehört hatte, dass bald ein Event stattfindet und ich die Einladung per Post zugesendet bekommen sollte, ging natürlich das warten los. Ich ging gefühlte 20mal am Tag zum Briefkasten um zu schauen. Okay, eigentlich waren es vielleicht 10mal… Vielleicht auch 5… jaaaa, okay: Es war einmal, für den Rest war ich zu faul – aber in Gedanken hab ich es wirklich gemacht!!! Naja, letzendlich brachte mein Bärchen mir die Einladung irgendwann hoch. Wie das halt so ist, als ungeduliger und tollpatischiger Mensch: Der Brief wird highspeed geöffnet, dabei in 300 Teile gerissen, wieder zusammengepuzzelt und versucht noch die wichtigen Informationen zu entziffern ;-). Hat zum Glück alles geklappt. Was macht eine Bloggerin als nächstes? GENAU! Jogginghause aus, coole Jeans an: FOTO!.. Dieses dann natürlich direkt auf Instagram gepostet und gehofft, dass auch ein paar Mädels aus dem Club es sehen und man in Kontakt tritt. Was auch super geklappt hat :-). Die ersten Nachrichten von den Mädels trudelten ein. Da wir alle sehr verschieden und vielschichtet sind, blieben manche Gespräche recht kurz: „Hey.“ „Hey.““Du bist auch im Bloggerclub?““Ja, genau, du auch?“ „Ja.““ Cool.““Dann bis Samstag.“ „Ja bis Samstag.““Bye.“ … Selbstverständlich gab es aber auch andere Konversationen, bzw. lange lange Nächte mit Whatsapp und Co. (Grüße an die liebe Laura von Trendschock 😀 😉 ) – … Ungefähr eine Woche vor Beginn der Verstanstaltung trommelten wir dann eine Whatsapp Gruppe zusammen, mit den Mädels, die wir unter #Hashtags oder auf der Seite von gofeminin finden konnten. Diese Gruppe besteht aus 13 Mädels und ich würde mal behaupten, dass wir uns alle ganz gut ergänzten. So konnten wir uns alle super austauschen, uns schonmal etwas beschnuppern und die Frage der Frage klaren: „Was ziehen wir an?“…

So, dann war es also endlich soweit. Es war Samstag. Mein Handy explodierte fast – 3 Minuten nicht am Handy 1.856.249 ungelesene Nachrichten: Natürlich 1.856.248 davon die Gruppe :D. Ja. man hat gemerkt, dass das Alles ein typisches Frauending ist ;-). Dementsprechend habe ich natürlich gefühlte 10 Stunden vor dem Spiegel verbracht, um festzustellen, dass man das letzte mal Mascara sich hätte besser sparen können… Zwischendurch natürlich noch die kleine Maus gefüttert – SELBSTVERSTÄNDLICH IN DEN KLAMOTTEN FÜR DAS EVENT. Wie das ausging kann sich ja jeder vorstellen 😀 Jetzt im Nachhinein alles sehr witzig, zu diesem Zeitpunkt: WELTUNTERGANG!!! Um 12 Uhr ging ist dann los: Zuerst zur Tankstelle, Redbull besorgen 😉 und dann ab auf die Bahn. Selbstverständlich mit guter Laune und Musik maximaler Lautstärke. Muss ja ausgenutzt werden, dass die kleine Maus nicht neben einem sitzt. Um ca. 20 vor 2 Uhr bin ich dann im Parkhaus angekommen und musste laut NAWI noch 200m laufen. Als ich nach 1,3 km immer noch nicht da war, ahnte ich solangsam, dass irgendwas nicht ganz nach Plan läuft. Klar: Kimmi läuft zielsicher los: in die falsche Richtung! Um kurz vor 2 kam ich dann trotzdem pünklich an und wurde vor dem Studio von Laura herzlich empfangen :-). Wie das halt so ist bei Mädels, erstmal irgendwo hinstellen, abchecken und abgecheckt werden. Mein Fazit: Viele sehr verschiedene Typen, aber alle sehr sympatisch. Im WhiteLoft Studio angekommen, zückten zunächst alle ihre Handys und Kameras und schossen wie wild Fotos. Mein erster Gedanke: „Hey, die sind wie ich. Hier bin ich richtig“. Nachdem die liebevoll dekorierten Naschereien wie Cupcakes, Brauseufos (da kamen Kindheitserinnerungen hoch) und Co. für die Ewigkeit festgehalten wurden, wurden sie direkt geplündert. Da ich aber nicht ganz so den süßen Zahn habe, hielt ich mich dort nicht ganz so viel auf. Was aber nicht heißt, dass ich nicht gerne Esse! Mein Aufenthaltsort war allerdings mehr die Sektbar und der Burger-/Currywurststand :’D. Wozu wir jetzt zum hauptsächlichen Inhalt der Veranstaltung kommen. Im Grunde nach ging es hauptsächlich einfach darum, sich kennenzulernen und neue Kontakte zu knüpfen. Die coole Location, das leckere Essen und vorallending der Sekt trugen ihren Teil dazu bei ;-). Da es mein erstes Bloggerevent war, kann ich es nicht mit anderen vergleichen und euch wirklich nur meine Eindrücke schildern. Und die waren wirklich durchweg positiv. Abgesehen von dem was gofeminin auf die Beine gestellt hat- was ohne Frage wirklich klasse war! – fand ich besonders das Zwischenmenschliche klasse! Egal, ob Beauty-, Mama- oder reiner Produkttestblog, egal ob sehr modebewusst, oder eher praktisch gekleidet, egal ob ob jung oder „alt“, alle kamen super miteinander aus, machten Fotos zusammen *Ein Hoch auf die Fotobox <3* , tauschten Kontaktdaten aus, tranken einen Sekt zusammen oder quatschten ausgiebig. Besonders diese Tatsache, machte es zu einem wirklich tollen Event! Besonders im Social-Media-Bereich, erlebt man es leider so oft, dass es nur um Äußerlichkeiten geht, es viel Zickenterror gibt und alles von einer unfassbaren Oberflächligkeit beherrscht wird. Und versteht mich nicht falsch, ich möchte mich davon nicht ausschließen! Auch ich achte sehr auf mein Äußeres und es wäre schlichweg gelogen, wenn ich sagen würde, ich fand, dass jeder super aussah, oder einen tollen Blog hat. Das sind alles subjektive Eindrücke und hängt sehr von dem eigenen Geschmack ab. Selbstverständlich gab es einige, deren Modegeschmack nicht meiner war, oder deren Blog mich nicht anspricht – was andersrum selbstverständlich nicht anders ist. Und das ist wirklich vollkommen okay für mich. Viel wichtiger ist es, das man miteinander auskommt und Spaß hat und den hatte ich definitiv! Daher war es für mich ein super Event, von dem ich euch gerne berichtet habe!

Ein paar Eindrücke in Form von Fotos gibt es selbstverständlich auch noch 😉 :

Mein größtes Glück

Darf euch euch vorstellen:

mein größtes Glück – Mila Alexandria Kupilas

Zunächst mal ein paar Fakten:

  • ist am 19. Novermber 2015 geboren
  • 3170g schwer bei Geburt
  • 49cm klein
  • 3 Wochen zu früh, aber top fit
  • trägt den Nachnamen des Papas
  • zur Hälfte polnisch
  • konnte schon am ersten Tag ihren Nacken selbstständig halten 😀
  • braucht Mama’s Arm zum Einschlafen
  • weint maximal 1 Stunde insgesamt am Tag und das auch nur alle 2-3 Tage mal
  • schläft beim Autofahren ein – egal wie wach sie ist
  • Staubsaugergeräusche beruhigen sie
  • besitzt schon mehr Kuscheltiere und Klamotten als Mama und Papa zusammen 😉
  • ist extrem kitzelig – ganz die Mama
  • kann pupsen wie ein Weltmeister – ganz der Papa 😀

So ihr Lieben, einige mehr oder wenige interessante Fragen zu der kleinen Maus konnte ich euch hoffentlich schon beantworten. Eine Frage wurde mir allerdings schon häufiger gestellt und bisher habe ich sie kaum beantwortet, da sie doch sehr persönlich ist und man sie vielleicht nicht in einem Satz abharkt.


Wollte ich so jung Mama werden und war die Kleine geplant?

NEIN! War sie nicht. Und um alle Spekulationen oder Gedanken vorwegzunehmen: Nein, ich bin auch keine „Assi-Muddi“, die zu blöd zum verhüten ist – leider ist das oft der erste Gedanke, den viele Menschen haben, wenn sie hören das die Schwangerschaft nicht geplant war. Ich kann dazu nur sagen: „Es war vielleicht nicht geplant, aber doch erwünscht“. Was ich damit meine, werde ich euch gerne erklären:

Wir leben heute in einer Zeit, in der es nunmal so ist, dass man Kindern alles bieten möchte. Es reicht nicht mehr aus, nur eine Mutter zu sein, die ihr Kind liebt. Man solle nach Möglichkeit eine Frau sein, die auf eigenen Beinen steht und erfolgreich im Job ist. Natürlich darf der Vater nicht weniger erfolgreich sein. Es sollte ein schönes, eigenes Häuschen vorhanden sein, mit Garten. Das alles kostet sehr viel Geld und erfordert somit viel Arbeit. Da ein Kind aber auch viel Zeit benötigt, dürfen die Eltern natürlich nicht nur beruflich unterwegs sein, sondern so viel Zeit wie möglich dem Kind witmen. Damit das Kind nicht immer das Gleiche sieht, sondern auch mal etwas erlebt, wie Zoo etc., sollte man mobil sein. Ein Auto ist das Minimum, zwei sind aber schon besser, damit man flexibel bleibt. Natürlich fährt auch ein kleiner Fiat Punto, aber ein schöner SUV oder Kombi, mit genügend Stauraum im Kofferraum, für den Kinderwagen und Co. sind da schon besser – am besten noch mit einem Stern oder 4 Ringen auf der Motorhaube… Selbstverständlich sollte die Mama eine tolle Figur haben, der Papa durchtrainiert und das Kind immer modisch angezogen sein – aber bloß nicht zu verwöhnt sein und zu viele Dinge haben. Es soll die Dinge ja wertschätzen und nicht alles als selbstverständlich ansehen. Achja, streiten dürfen sich Mama und Papa natürlich auch nicht! Könnte ja alles auf’s Kind abfärben. Und wisst ihr was Mädels? Genau diese Worte kamen auch aus meinem Mund. Natürlich wollte ich, dass alles perfekt wird. Deshalb wäre ein Kind auch immer fehlt am Platz gewesen. Denn es war alles andere als perfekt!


„Aber hey, das ist das Leben! Perfekt gibt es nie!!!“


Und dann kam der Schwangerschaftstest… Wie gesagt, es war alles andere als perfekt. Für ein lockeres Leben als 23 Jährige, war es vollkommen OK. Eine kleine schicke Wohnung, Kohle zum Shoppen, eine Beziehung – mal Stress, mal Wolke 7 … Alles kein schlechtes Leben, aber eben kein Leben in dem ich ein Kind hätte großziehen wollen. Und dann kam es wie es kommen musste: 2 Tage überfällig! Kein großer Zeitraum, aber ich hatte von Anfang an ein komisches Gefühl. Es hätte auch der Stress sein können? Vielleicht wirkte die Pille nicht durch die Magendarm Grippe?… Vielleicht aber auch nur wieder Panik umsonst? Welches Mädel kennt dieses Gefühl nicht… Ich entschloss mich dazu, es meinem Freund zu erzählen(mit dem es zu diesem Zeitpunkt alles andere als rosig aussah). Er reagierte erst ganz cool und meinte auch, ich würde mich wieder nur verrückt machen und fuhr nach Hause. Am nächsten Morgen, rief er an, sagte mir, dass er eine echt bescheidene Nacht hatte und fragte mich, ob es okay wäre, wenn er einen Test besorgt und vorbei kommt. Gesagt getan. Ich hab den Test gemacht. Irgendwie hatte ich tierische Angst, gleichzeitig erwartete ich gleich ein „Nicht schwanger“ auf dem Display zu lesen und mich darüber aufzuregen, mich verrückt gemacht zu machen. Das „Nicht“ erschien allerdings nicht. Stattdessen kam noch ein tolles 3+ dazu. Mädels, glaubt mir, innerhalb einer Sekunde ist mein Leben in hundert Teile zersprungen. Ich bin in Tränen ausgebrochen – nicht vor Glück! Ich war am Ende meiner Kräfte, schloss mich ein und weinte ununterbrochen. Mein Freund hatte zunächst keinerlei Chance irgendetwas für mich zu tun, oder irgendwie zu Wort zu kommen. Ich hab nur diese Sätze immer wiederholt: „Ich werde das Kind nicht bekommen. Es muss weg. Ich kann keine Mutter sein.“ Wirklich schlimme Sätze eigentlich, die ich damals allerdings einfach aus der Verzweiflung heraus gesagt habe. Nach einigen Stunden beruhigte ich mich wieder und ließ meinen Freund zu Wort kommen. Und das war das tollste, was ein Mensch in diesem Moment hätte sagen können:


„Ich weiß nicht wie ich es dir sagen soll, aber ich freu mich irgendwie.“


Ich glaube eine tollere Aussage hätte man sich von keinem Mann wünschen können. Wir hatten Stress, er wurde ungewollt Papa – so viele Männer würden durchdrehen, die Frau zur Abtreibung raten, oder das Weite suchen. Und so absurt das kling: In dem Moment hätte ich mir das von ihm gewünscht. Ich war einfach noch nicht bereit dazu, auch nur ansatzweise in diese Richtung zu denken. Während ich dabei war mich immer wieder erneut in alles Negative reinzusteigern und mir immer wieder vor Augen zu führen, was nicht meiner Traumvorstellung entspricht, war er schon dabei, die positiven Dinge zu sehen und mir diese vor Augen zu führen. Was wirklich nicht einfach war, da ich der absolute Sturkopf bin. Aber wie ihr seht, hat es geklappt. Nach dem ersten Schock ging es sogar relativ schnell. Schnell sah ich nicht mehr nur ein fehlendes Haus und mein junges Alter. Ich fing an, auch mal die Dinge wahrzunehmen, die positiv sind – aber vorallending fing ich an, eins zu verstehen:


„Es gibt NIE den perfekten Zeitpunkt. Es wird NIE die perfekten Voraussetzungen geben und es wird auch NIE alles perfekt werden.“


… was aber noch lange nicht heißt, dass es nicht verdammt schön werden kann. Und ich glaube der Schlüssel zum Glück ist es, sich genau das immer wieder vor Augen zu führen. Wer nicht die Erwartung hat, dass bald alles perfekt wird, wird nicht enttäuscht. Wer nicht enttäuscht wird, hat Platz für Glück.

Warum ich euch das hier alles geschrieben habe? Ganz einfach: Facebook, Instagram und Co. vermitteln einem immer wieder den Eindruck, bei den Anderen sei alles perfekt. Es lässt einen sich selber schlechter fühlen, bzw. gibt einem das Gefühl noch nicht bereit zu sein, für manche Dinge. Diesen Eindruck möchte ich euch nehmen! Ihr sollt nicht auf meinen Blog kommen und mich bewundern und feststellen, wie perfekt und vollkommen mein Leben ist. Denn das ist es nicht! Das macht es allerdings nicht weniger lebenswert. Ich werde euch in Zukunft noch oft genug an schönen Dingen teilhaben lassen, wichtig ist mir nur, dass ihr nicht vergesst, dass es auch eine andere Seite gibt. Das Internet ist voll mit Bloggerinnen die ihren perfekten Style, ihre perfekte Wohnung, ihre perfekte Familie oder ihren perfekten Body präsentieren. Ich schau mir vieles davon wirklich gerne an und lasse mich inspirieren – aber mein Blog soll in eine etwas andere Richtung gehen… Was natürlich nicht heißt, dass ich euch nicht an Produkten/Mode die ich gut finde teilhaben lasse, oder euch voller Stolz süße Fotos meiner kleinen Maus, oder mal das ein oder andere Selfie präsentiere ;-).

Abschließend möchte ich natürlich sagen, dass ich eine überglückliche und stolze Mami einer tollen Tochter bin, die ihre kleine Maus selbstverständlich trotz anfänglicher Probleme über alles liebt und euch das noch oft genug auf die Nase binden werde ;-). Ich werde euch natürlich noch von der Schwangerschaft, von den Geburt und von meinem jetzigen Leben berichten. Nur macht euch drauf gefasst:


„Es wird nicht immer alles perfekt und schön sein – denn ich schreibe hier kein Märchen, sondern meinen Blog ;-)!“


Habt eine schöne Nacht Hasen :*

Wer ist eigentlich diese Kimberly?


Hallo ihr Lieben,

wer durch Zufall auf meinen Blog gestoßen ist, oder mich noch nicht so lange bei Instagram, Snapchat und Co. verfolgt weiß noch ziemlich wenig über mich.

Das möchte ich jetzt ändern!

Mein Name ist Kimberly, ich bin 23 Jahre jung und komme aus Hamm in Nordrhein-Westfalen. Hier lebe ich zusammen mit meinen Kätzchen, meinem 27 Jahre alten Bärchen und seit November 2015 auch mit unsere kleinen, wundervollen Tochter zusammen . Wir haben es uns in einer 100qm großen Wohnung gemütlich gemacht und genießen das Familienleben in vollen Zügen…


Wir sind beide gelernte Versicherungskaufleute im selben Unternehmen. Ich als Sachberaterin im Innendienst in der Hauptverwaltung, er als selbstständiger Verkäufer im Außendienst. Diese Tatsache brachte uns auch zusammen, denn ich habe ihn bei meinem Außendiensteinsatz während meiner Ausbildung kennen und irgendwann auch lieben gelernt. Dann ging alles sehr schnell und wir haben so manche schwierige  Zeiten durchgemacht und uns sehr oft viele Steine in den Weg gelegt, bis wir auf einen Nenner kamen und sie zusammen aus dem Weg geräumt haben. Ich beneide immer die Paare, die wirklich ohne große Streitigkeiten auskommen und es von Anfang an sehr harmonisch zugeht. Wir sind da wirklich das komplette Gegenteil. In meinen Augen liegt das allerdings nicht daran, dass wir nicht zusammen passen, sondern eher daran, dass wir beide sehr charakterstarke Persönlichkeiten sind.


Wozu ich auch schon zu mir komme: Ich bin ein sehr offener Typ, der gerne manchmal etwas aneckt. Ich bin oftmals sehr direkt und denke gerne laut, was es nicht immer einfach macht mit mir klarzukommen. Gleichzeitig macht diese Eigenschaft mich aber auch zu einem Menschen, mit dem man, wenn man gelernt hat, damit umzugehen, super klarkommen kann und weiß, dass man von mir immer ehrliche Antworten bekommt. Wer diese vertragen kann und mir sie im Gegenzug auch gibt, kann in mir eine gute Freundin haben. Für die Pro7 Fans unter euch kann man meinen Charakter ganz einfach beschreiben: ich bin „two broke Girls“ in einer Person – Zitat von meinem Bruder 😀 – Knutscher an dich Felix :-* … Auf der einen Seite bin ich die totale Tussi: panische Angst vor Spinnen, absolut Shoppingsüchtig, Selfiequeen, mache aus allem ein Drama, heule bei fast jedem Liebesfilm, liebe Cocktails, mache mich gerne stundenlang fertig und probiere neue Make-up-Looks aus. Könnte mich stundenlang mit meinen Mädel über Gott und die Welt austauschen, liebe GNTM und den Bachelor und achja: zickig kann ich auch sein ;-). Und dann wäre da noch die Max in mir…: Anstatt einen Cocktail zu genießen, lieber die Männer unter’n Tisch saufen, anstatt Sex and the City lieber ein paar Aktionfilme oder ein Zockerabend mit meinem Schatz. Anstatt den Partner zu fragen, ob er den neuen Schrank aufbauen kann, selber Handanlegen. Anstatt süß und schüchtern zu sein, lieber große Klappe und auf die Kacke hauen. Naja und die Figur ähnelt zur Zeit auch mehr Max -.-! ABER: ich habe seit kurzem eine kleine Tochter zur Welt gebracht, ich darf das …:D Meine Ausrede ab jetzt für 100 Situationen …! Diese „Schizophrenie“ macht mich nicht einfach, aber zumindest abwechslungsreich ;-). Ich glaube viel mehr, kann ich selber zu meinem Charakter garnicht schreiben. Ich finde es eh schon sehr schwierig über sich selbst zu schreiben – macht euch einfach euer eigenes Bild!


Soooo.. jetzt vielleicht noch ein paar Sätze zu meinem bisherigen Leben: Ich bin alleine mit meiner Mutter und meinem Bruder in der absoluten Bauernschaft aufgewachsen. Wirklichen Kontakt zu meinem Vater hatte ich nie, bis auf seine Pflichtbesuche an Weihnachten und Co. , die aber seit meinem 6. Geburtstag ausfielen. Was aber nie ein Problem für mich war. Ich denke, wer es von Anfang an nicht anders kennt, der vermisst auch nichts. Zumindest war es für mich immer so. Wir verbrachten früher eigentlich jeden Tag draußen, egal bei welchem Wetter und machten nur Mist. Wir ritten auf Kühen – kein Scheiß!!!, verschickten einige Flaschenpost oder bauten uns Baumhäuser, mit geklauten Materialien vom Nachbar. (Zum Glück war ich noch minderjährig- mein Führungszeugnis dankt es mir 😀 )… Leider wurde meiner Mutter sehr krank, konnte sich nicht mehr um uns sorgen, weshalb ich ca. 1 Jahr bei meiner besten Freundin (wir sind seit dem Kindergarten bis heute befreundet! gewohnt habe… ich war da glaube ich ca. 13 Jahre und einfach nur schlimm! Alkohol, toupierte Haare bis in den Himmel, Makeup schlimmer als jede Prostituierte und von meinen Outfits ganz zu schweigen. Ich war definitiv frühreif und auf einem ganz schlechten Trip. Ich würde meine Tochter, wenn sie so wäre zu Hause einsperren!!!.. Naja, da ich mich dann schon mit 15 etwas ausgelebt hatte und viel Feiern war (meist privat mit Freunden – Disco war nie so meins), hatte ich dann mit 16 meinen ersten festen Freund. 5 Jahre waren wir zusammen, und wohnten 4 1/2 davon zusammen. Wir trennten uns, kurz nachdem ich meinem jetzigen Schatz gefunden hab. Nicht wegen ihm, aber dank ihm, da mir die Kraft dazu fehlte, die Beziehung aber keinen Sinn mehr machte, da wir nur stritten und uns in völlig verschiedene Bahnen entwickelt haben. Zwischenzeitlich hab ich natürlich mein Fachabi , Führerschein, Ausbildung und Co. gemacht und mich in die richtige Richtung entwickelt 😀 und jetzt bin ich da, wo ich jetzt bin:

Eine glückliche Mama einer ganz tollen Tochter und eine glückliche Freundin eines ganz besonderen Mannes!


Zur Zeit bin ich in Elternzeit. Voraussichtlich ein Jahr (also bis Dezember). Wir werden mal schauen, wie klein Mila sich so entwickelt, wie es finanziell aussieht und dann noch genau schauen, wie viele Stunden ich wieder arbeiten werde. Arbeiten möchte ich in jedem Fall wieder! Auch wenn ich das „Mama-sein“ in vollen Zügen genieße, vermisse ich es, produktiv zu sein, mit meinen Kollegen zu quatschen und einfach etwas Abwechslung zu haben. Da ich noch recht jung bin und somit auch jung wieder in den Beruf einsteigen kann, hoffe ich, dass ich die Möglichkeit habe mich dort auch noch etwas zu entwickeln :-).Im Moment nimmt das Hausfrau und Mutter sein natürlich viel Zeit in Anspruch. Es ist nicht immer einfach, dennoch genieße ich jede Sekunde, da ich einfach nicht vergesse, wie schnell die Zeit um sein wird und wie schnell ich mich danach wieder sehnen werde. Trotzdem achte ich darauf, dass ich immer noch ich bleibe und auch Dinge tue, die ich tun würde, wenn ich kein Kind hätte. Wir haben das Glück von unseren Familien super unterstützt zu werden, sodass wir auch mal etwas trinken gehen können, einen gemütlichen Abend mit unseren Freunden zu verbringen. Da Mila wirklich ein „einfaches“ Baby ist, wenig schreit und sehr pflegeleicht ist, habe ich noch genug Zeit Dinge für mich zu tun. Und darauf achte ich sehr genau. Nicht, weil ich egoistisch bin und nur an mich denke. Eher im Gegenteil!

Ich denke, dass nur ein glückliche Frau eine gute Mutter und auch Partnerin sein kann. Jede Frau sollte sich Zeit für sich nehmen, wenn sie die Möglichkeit dazu hat.


Mit diesen Worten verabschiede ich mich jetzt auch erstmal von Euch. Ich hab schon sooooo viel mehr geschrieben, als ich eigentlich wollte. Ich hab mich immer gefragt, wie alle so lange Texte hinbekommen 😀 Jetzt frag ich mich – „wie zum Teufel könnt ihr euch so kurz halten“ ..

Ich wünsche Euch einen tollen Abend und ein tolles Wochenende und hoffe, euch hat der erste „richtige“ Beitrag gefallen! Feedback ist jederzeit willkommen! :-*