Zufriedenheit

Wer kennt es nicht? Es gibt immer irgendwelche Wünsche, die wir noch haben. Wir bekommen den Hals nicht voll. Egal ob jung oder alt, egal ob Frau oder Mann, egal ob arm oder reich. Unserer Leben besteht eigentlich hauptsächlich daraus, unseren Träumen und Wünschen hinterher zu eifern und uns vor Augen zu halten, was wir noch erreichen wollen, bzw. was wir noch besitzen möchten . Der „Arme“ möchte ein Fahrrad, egal welche Marke, egal wie es aussieht – hauptsache es fährt. Dem „Reichen“ fehlt noch der schwarze Lamborghini, zwischem dem Ferrari und dem Hummer.


Ich möchte euch etwas von meiner Kindheit und etwas aus meinem Privatleben erzählen: Ich hab euch ja schon grob von meiner Kindheit berichtet. Ich möchte euch gerne von einen Abschnitt etwas genauer erzählen:

Es gab eine Zeit in meiner Kindheit, auf die ich gerne verzichtet hätte und alles andere als einfach war. Ich bin nicht, wie viele Andere in einer intakten Familie großgeworden. Meine Mutter und mein Vater trennten sich als ich 6 Jahre alt war, er hinterließ uns einen riesen Schuldenberg und was noch viel Schlimmer war – eine Mama die uns zwar über alles liebte, aber uns nie das bieten konnte, was sie gerne getan hätte. Sie gab uns immer ihr „letztes Hemd“ und wirklich jeder Pfennig (ohje bin ich alt 😉 ) ging für uns drauf. Sie gönnte sich selber nichts und versuchte immer das Beste aus der Situation zu machen. Was aber nicht einfach ist, alleine, mit 2 Kindern und Schulden. Nach und nach wurde sie sehr krank und flüchtete in die Welt des Internets. Und zwar soweit, dass sie das „reale“ Leben nicht mehr mitbekam. Es gab daher eine Zeit in meinem Leben, in der mein Bruder und ich auf uns alleine gestellt waren. Und wenn ich das schreibe, meine ich es genau so! Meine Mutter ging weder arbeiten, noch einkaufen. Sie machte keine Wäsche, putzte nicht und machte uns auch nichts zu Essen. Es war so, als wäre sie nicht mehr da, denn sie verbrach wirklich 24 Stunden vor dem PC ohne Schlaf! Das bedeutete für uns natürlich, dass wir irgendwie alleine klarkommen mussten. In diesem Alter denkt man nicht wirklich zukunftsorientiert, was für uns bedeutete, dass wir am Anfang des Monats das gesamte Geld ausgaben und uns Essen uns Co. kauften und spätestens am 15. des Monats Nichts mehr zu Essen hatten. Und auch mit Nichts meine ich NICHTS! Diese Umstände sorgten dafür, dass wir ungepflegt und unterernährt waren. Ich möchte das hier garnicht alles so genau schildern und hoffe einfach, dass ihr euch so schon ein Bild von der damaligen Situation machen könnt. Irgendwann fiel es sowohl in der Schule, als natürlich auch in der Familie auf, meiner Mutter wurde geholfen und es wurde sich um uns gekümmert. Als ich dann wieder zu meiner Mutter konnte, wir umzogen und einen Neuanfang starteten, versprach ich mir eins: „Ich möchte ein besseres Leben, als das zuvor und werde Alles in meinem Leben schätzen, da nichts selbstverständlich ist.“


Im Laufe meines Lebens tat ich alles dafür, um ein anderes Leben zu führen und alleine klarzukommen. Ich wollte unbedingt auf eigenen Beinen stehen. Mit 16 zog ich von zu Hause aus zu meinem damaligen Freund und genoss das andere Leben in vollen Zügen. Ich kaufte mir tonnenweise Klamotten, achtete sehr auf mein Äußeres, suchte mir eine Ausbildungsstelle, bei der ich mir, soweit das heutzutage möglich ist, sicher sein konnte später einen guten Verdienst zu haben – fest entschlossen, ein anderes Leben zu führen. Und ich muss sagen bisher klappte auch alles super. Ich hab noch so viel mehr, als ich mir damals je erträumt hätte, nur leider vergesse selbst ich manchmal, dass nichts selbstverständlich ist. Hätte mir damals jemand gesagt, dass ich einmal dieses Leben führen würde, hätte ich darauf geschworen, dass ich wunschlos glücklich bin. Doch das bin ich nicht. Es gibt immernoch jede Menge Wünsche die ich habe und ich möchte immer mehr und sehe viel zu oft die Dinge die mir noch fehlen und nicht die, die ich habe. Wozu ich auch schon dazu komme, warum ich euch das alles erzähle:


Ziele und Wünsche im Leben sind wichtig. Sie bringen uns nach vorne und spornen uns an etwas zu leisten.

Wir sollten aber niemals die Dankbarkeit für das verlieren, was wir schon besitzen. Es gibt so viele Menschen, die so viel weniger haben als wir und die uns um unsere Leben beneiden und sofort tauschen würden. Vergesst mal, dass ihr vielleicht nicht das neuste Auto, oder keine Louis Vuitton Handtaschensammlung habt. Ärgert euch nicht über die „rich-kids“ die in unseren Augen alles haben. Schaut euch nicht stundenlang die „Profibloggerinnen“ an, die tonnenweise Klamotten geschenkt bekommen oder die ganze Welt bereisen. Denn, wenn ich euch eins sagen kann, dann dass egal wie toll das Leben von außen aussieht – auch diese Menschen haben noch Wünsche die offen sind und sind nie zu 100% zufrieden.


Glück beudetet nicht ,Alles zu haben – denn: das werdet ihr nie! Glück bedeutet, das zu schätzen was man hat. Für den Einen ist das viel, für den Anderen wenig. Manche wünschen sich euer Leben, wieder Andere finden ihres besser. Es ist alles egal! Akzeptiert euer Leben wie es ist und freut euch über alles Positive was dazu kommt und trauert nicht dem hinterher, was vielleicht noch fehlt.

Der zufriedene Mensch, wenn auch arm, ist glücklich; der unzufriedene Mensch, wenn auch reich, ist traurig

In diesem Sinne – einen schönen Abend :*…

Wie immer freue ich mich über Feedback! 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *